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Zuverlässigkeit durch

Rohstoffqualität

 

Schleifkorn und Bindungsmaterial sind die Ausgangsstoffe für alle unsere Produkte. Dabei achten wir auf ein Höchstmaß an Qualität und Zuverlässigkeit der bezogenen Stoffe. Wir beziehen bewusst keine Rohstoffe aus Fernost, weil wir auf unsere europäischen Lieferanten vertrauen. Bei unseren Keramik- und Kunstharzbindungen gehen wir keine Kompromisse ein: Alle Bindungen werden in unserem Labor entwickelt und in unserer Versuchsabteilung bis zur Serienreife getestet.

 

Normalkorund

Besonders zähes Korn, geringe Splitterneigung, bricht blockig. Mit Normalkorund erreicht man eine hohe Standzeit, jedoch ist kein kühles Schleifen möglich. Eingesetzt wird Normalkorund vorwiegend für das Schruppen, Putzen und Entgraten von ungehärteten und von vergüteten Stählen, Schmiedeisen, Fluss- und Weicheisen, Stahl-, Grau- und Temperguss beim Hand- und Maschinenschliff. Es wird aber auch in Kornkombinationen moderner Schleifscheiben eingesetzt.

 

Halbedelkorund


Halbedelkorund ist weniger zäh und druckfest gegenüber Normalkorund, splittert aber dafür spitzer. Seine Anwendungsbereiche sind entsprechend weit. Sie reichen vom Schruppschleifen bis zum Präzisionsschleifen.

 

Edelkorund weiß, rosa, rubin


Edelkorund weist von allen Kornarten die höchste Splitterneigung auf. Weißer Edelkorund eignet sich besonders für gehärtete Stähle und wird daher vor allem im Präzisionsschleifen eingesetzt. Durch die Zugabe von Titan- oder Chromoxid in unterschiedlichen prozentualen Mengen wird Edelkorund in seiner Bruchcharakteristik beeinflusst, d.h. er wirkt zäher. Mit Edelkorund weiß, rosa und rubin lassen sich praktisch alle Werkstoffe bearbeiten.

 

Einkristallkorund


Einkristallkorund wird durch ein anderes Schmelzverfahren gewonnen. Das Splitterverhalten des Einkristallkorunds ist demjenigen des dunklen Siliziumkarbids ähnlich. Einkristallkorund weist feste Schneidkanten und eine hohe Druckfestigkeit auf. Die wichtigsten Einsatzgebiete sind: Bearbeitung hochlegierter Stähle, Schleifoperationen mit hohen Form- und Maßgenauigkeitsansprüchen. Wird oft auch in Kombinationen mit anderen Schleifkornarten eingesetzt.

 

Sinterkorund


Das Sinterkorund verfügt über eine Eigenschaft, welche anderen Kornarten fremd ist: Es wird nicht stumpf! Je nach äußerer Belastung der Schleifscheibe splittern im Einsatz unterschiedlich große Kornpartikel ab und geben dahinter sofort wieder scharfschneidende Spitzen frei. Reduziert man die Abrichtzustellung gegenüber jener für konventionelle Schleifscheiben, so arbeitet Sinterkorund optimal und auch geringe Rautiefen werden beherrschbar. Die Standzeit einer Sinterkorundschleifscheibe kann um ein vielfaches höher liegen, als bei anderen konventionellen Scheiben (Edelkorund, Siliziumkarbid). Trotzdem ist der Preis nur etwa 1.5- bis 3-mal höher. Sogar hochharte Werkzeugstähle und alle HSS-Sorten lassen sich erstaunlich gut damit schleifen. Allerdings ist die Leistung von CBN nicht erreichbar. Dennoch ist in vielen Fällen, wo nur Einzelteile oder kleine Stückzahlen zu bearbeiten sind, eine wirtschaftliche Substitution von CBN möglich.

 

Siliziumkarbid


Im Vergleich zu Korund besitzt Siliziumkarbid eine höhere Härte, dafür eine wesentlich geringere Zähigkeit. Es eignet sich deshalb besonders gut zur Bearbeitung von folgenden Materialien bzw. Werkstoffen:

• alle Arten von Glas, Keramiken, Stein und zum Teil auch für Ingenieurkeramik
• Aluminium, Kupfer, Bronze, Messing
• hochlegierte, gehärtete Stähle (Werkzeugstähle), Nitrierstähle
• Grauguss, Temperguss und Stahlguss
• Hartmetalle im gesinterten und gehärteten Zustand

 

Hellgrünes Siliziumkarbid


ist extrem schneidfreudig und wegen seiner besonderen Splittercharakteristik, die als „scharfkantig und spitz“ bezeichnet wird dort im Einsatz anzutreffen, wo die Werkstoffhärte und/oder die große Dehnung typische Merkmale sind. In bezug auf die Härte gilt hellgrünes Siliziumkarbid nach wie vor als bester Ersatz für Diamant, wenn dieser sich aus Kostensicht nicht rechnen lässt.

 

Dunkles Siliziumkarbid


ist sehr hart, aber bedeutend weniger spröd als die „grüne Version“. Es splittert blockig, vergleichbar mit Normalkorund, wobei aber im Gegensatz zu letzterem scharfe Kanten entstehen. Das verleiht dem dunklen Siliziumkarbid seine typischen Eigenschaften.

 

Bindungen


Neben dem Schleifkorn ist die Bindung das wichtigste Bauelement eines Schleifwerkzeuges. Die Bindung hält die Schleifkörner in einer ganz bestimmten Art und Weise zusammen, die die Schleifeigenschaften wesentlich beeinflusst und steuert. So können sehr dichte, aber auch sehr offene Strukturen mit vielen Poren hergestellt werden.

Eine wichtige Stellung nehmen die modernen keramischen Niederbrandbindungen ein. Sie werden in den meisten Fällen synthetisch hergestellt und erreichen ihre Härte und Festigkeit bereits bei Ofentemperaturen bis ca. 950°C. Sie wurden entwickelt, um Schleifstoffe wie Diamant, CBN und Sinterkorund überhaupt keramisch binden zu können. Bei höheren Brandtemperaturen würden diese Schleifstoffe zerstört (oxidiert) oder – im Falle des Sinterkorunds – zu einem kaum noch splitterfähigen Klumpen verschmolzen.

 

Alle von der BSW eingesetzten Bindungen sind Eigenentwicklungen, die Sie sonst bei keinem Hersteller finden können.